Wie du deine Makros berechnest

Kalorienzählen ist gut. Die Aufteilung der Makronährstoffe ist besser. Zwei Personen mit der gleichen Kalorienzufuhr können je nach Verteilung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten radikal unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Dieser Guide bietet dir eine klare Methode, um deine Makros zu berechnen und ohne Stress anzuwenden.

Die Schritte

1

Berechne deinen TDEE

Alles beginnt mit deinem Gesamtumsatz. Ohne diesen Wert macht die Makroaufteilung keinen Sinn. Nutze die Mifflin-St.-Jeor-Formel oder einen Online-Rechner. Wenn dein TDEE 2.500 kcal beträgt, ist das dein Budget, das du aufteilen kannst.

2

Definiere dein Ziel

Gewichtsverlust: Ziehe 300-500 kcal vom TDEE ab. Muskelaufbau: Füge 200-400 kcal hinzu. Erhalt: Behalte den TDEE bei. Das Ziel bestimmt nicht nur die Gesamtkalorien, sondern auch die zu bevorzugenden Makroverhältnisse.

3

Lege deine Proteinzufuhr fest

Proteine sind der wichtigste Makronährstoff, den du zuerst festlegen solltest. Strebe 1,6 bis 2,2 g/kg Körpergewicht an, wenn du Kraftsport treibst, und 1,2 bis 1,6 g/kg bei moderater Aktivität. Für eine 75 kg schwere Person im Aufbau: 150 g Protein = 600 kcal.

4

Bestimme deine Fettzufuhr

Fette sind essentiell für Hormone und die Vitaminaufnahme. Unterschreite niemals 0,8 g/kg Körpergewicht. Ein guter Ausgangspunkt sind 25-35 % der Gesamtkalorien. Bei 2.500 kcal: 30 % = 83 g Fett = 750 kcal.

5

Leite die Kohlenhydrate ab

Die Kohlenhydrate füllen den Rest deines Kalorienbudgets auf. Bei 600 kcal aus Proteinen und 750 kcal aus Fetten bleiben von 2.500 kcal noch 1.150 kcal übrig, was etwa 288 g Kohlenhydraten entspricht. Kohlenhydrate lassen sich am einfachsten je nach Hunger und Aktivität anpassen.

6

Wende diese Makros auf deine Mahlzeiten an

Verteile deine Makros auf 3-4 Mahlzeiten. Jede Mahlzeit sollte eine Proteinquelle, eine Quelle für komplexe Kohlenhydrate und hochwertige Fette enthalten. Es ist nicht nötig, bei jeder Mahlzeit nach Perfektion zu streben – es zählt die Verteilung über den Tag.

Warum Makros genauso wichtig sind wie Kalorien

Zwei Diäten mit 2.000 kcal können gegensätzliche Ergebnisse liefern. Eine proteinreiche Ernährung erhält die Muskelmasse während eines Defizits, während eine zu fettarme Ernährung die Hormonproduktion stören kann. Die Makros bestimmen die Zusammensetzung dessen, was du verlierst oder gewinnst: Fett, Muskeln oder eine Mischung aus beidem. Das gilt besonders in Phasen der körperlichen Transformation, in denen jedes Gramm Protein zählt.

Empfohlene Verhältnisse je nach Ziel

Zum Abnehmen: 30-35 % Protein, 25-30 % Fett, 35-45 % Kohlenhydrate – viel Protein erhält die Muskelmasse und die Sättigung. Zum Muskelaufbau: 25-30 % Protein, 20-25 % Fett, 45-55 % Kohlenhydrate – Kohlenhydrate liefern die nötige Energie für intensives Training. Zum Erhalt: 25-30 % Protein, 25-35 % Fett, 40-50 % Kohlenhydrate. Diese Bereiche sind Startwerte, die du nach deiner individuellen Verträglichkeit anpassen kannst.

Jenseits des Zählens: Die Qualität der Makros

Nicht alle Kohlenhydrate sind gleich: 50 g Vollkornreis haben nicht die gleiche Wirkung wie ein Softdrink mit 50 g Zucker. Die gleiche Logik gilt für Fette (Olivenöl vs. Transfette) und Proteine (ganzes Ei vs. hochverarbeitete Wurstwaren). Sobald deine Makros berechnet sind, bevorzuge naturbelassene und wenig verarbeitete Lebensmittel. Die Qualität beeinflusst Sättigung, Energie und langfristige Gesundheit – Faktoren, die Zahlen allein nicht erfassen.

FoodCraft Tipp

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Der Makro-Rechner von FoodCraft liefert dir mit wenigen Klicks deine ideale Aufteilung mit vordefinierten Verhältnissen für jedes Ziel. Du kannst die Prozentsätze auch manuell anpassen.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich meine Makros bei jeder Mahlzeit zählen?
Nein, strebe eine Konstanz über den gesamten Tag an. Es ist nicht nötig, jedes Lebensmittel grammgenau abzuwiegen – eine vernünftige Schätzung bei jeder Mahlzeit reicht aus, um gute Ergebnisse zu erzielen. Beständigkeit schlägt Perfektion.
Sollte man seine Makros an Trainingstagen anpassen?
Das ist eine fortgeschrittene Option. Wenn du intensiv trainierst, kann das Hinzufügen von 30-50 g Kohlenhydraten an Trainingstagen die Leistung und Regeneration verbessern. Proteine und Fette bleiben stabil.
Welchen Makronährstoff sollte man zuerst reduzieren, um abzunehmen?
Reduziere zuerst die Kohlenhydrate, insbesondere zugesetzten Zucker und raffinierte Stärkeprodukte. Rühre die Proteine nicht an (du brauchst sie zum Muskelerhalt) und behalte ein Minimum an Fetten für deine Hormone bei.
Zählen Ballaststoffe zu den Kohlenhydraten?
Technisch gesehen ja, Ballaststoffe sind Kohlenhydrate. Da sie aber nicht absorbiert werden, ziehen manche sie von der Gesamtsumme ab (Konzept der „Netto-Kohlenhydrate“). Wenn du Anfänger bist, mach es dir nicht zu kompliziert: Zähle die Gesamtkohlenhydrate.
Wie lange dauert es, bis man Ergebnisse sieht?
Rechne mit 2 bis 4 Wochen, um messbare Veränderungen zu beobachten. In den ersten Wochen treten oft Wasserschwankungen auf, die den Fettverlust maskieren. Sei geduldig und verlasse dich auf die Trends über einen Monat.

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